„3…2…1…GO!“

Sofort nehme ich meine Startposition ein, konzentriere mich, hebe die 70 kg-Bar an und ziehe meine ersten 20 Wiederholungen im Kreuzheben durch. Nach weiteren fünf Übungen und diversen 400-Meter-Läufen ist das WOD vorbei. Ich liege auf dem Boden, kann kaum mehr atmen, meine Waden schmerzen. Ich hab’s geschafft und zwar in der vorgegebenen Zeit von 35 Minuten!
So sah es natürlich nicht immer aus. Ich bin Tanya, 23 Jahre alt, Industriekauffrau. Momentan schreibe ich nebenbei an meiner Bachelorarbeit. Die fünf Trainingseinheiten Crossfit in der Woche kommen deswegen trotzdem nicht zu kurz! Zu Crossfit kam ich vor drei Jahren. Meine damaligen Trainer kamen eines Tages in unsere Trainingshalle und stellten uns eine ganz neue Art des Trainings vor, Crossfit. Dass diese Stunde Einfluss auf mein ganzes späteres Leben haben würde, war mir damals noch nicht bewusst. Wir schnallten uns Box-Säcke um und mussten Sprinten, wir nahmen Hammer und schlugen auf Reifen ein, wir machten so viele Liegestütze und Kniebeugen bis wir am Boden lagen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mich am nächsten Tag nicht mehr bewegen konnte vor Muskelkater, aber es war der Hammer! Ich bin über meine Grenzen gegangen und schon war ich mit dem Crossfit-Virus infiziert. Leider konnte ich wegen meiner Vorlesungen in der Uni kaum an den Trainings teilnehmen, weswegen ich die folgenden zwei Jahre nur bedingt die Trainingsstunden wahrnehmen konnte.
Dann bin ich nach Essen gezogen. Freunde von mir sprachen immer wieder von einer neuen Crossfit-Box, die in Essen eröffnet hat. Ich nahm an einem Probetraining teil, da mir die Übungen bekannt waren und meldete mich an. Die Community hat mich von Anfang an voll in die Gruppe integriert. Diese Gruppe lässt mich beim Training immer wieder über meine Grenzen hinauswachsen, jeden Tag aufs Neue. Ich nahm mir anfangs vor um die drei Mal in der Woche zum Training zu gehen. Schnell stieg die Anzahl auf fünf Trainingseinheiten die Woche an. Ernährt hatte ich mich bis dato „normal“, ich aß zum Frühstück mein Müsli und versuchte viel Eiweiß und nicht allzu viele Kohlenhydrate zu essen. Nun ja, da waren nur die Süßigkeiten, die meinen Alltag begleiteten. Dann hörte ich die Leute in der Box über ketogene Ernährung sprechen. Anfangs dachte ich mir „Keto…was?!“, aber ich wurde neugierig und las mich in die Geheimnisse der sogenannten „Luxusdiät“ ein. Mittlerweile ernähre ich mich auch ketogen und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Das einzige worauf ich verzichte sind Kohlenhydrate und siehe da: Es geht mir besser als je zu vor! Ich habe unheimlich viel Power beim Training und mein Körper verändert sich von Woche zu Woche mehr.
Im Training kann ich ebenfalls von Mal zu Mal mehr Erfolge verzeichnen. Ich mache Klimmzüge und stemme Gewichte über mein Körpergewicht hinaus. Das alles erfordert viel Disziplin, Geduld, harte Arbeit und vor allem Schweiß, aber ohne das exzellente Coaching von unserem Trainer Thomas wäre das nicht möglich gewesen. Er analysiert unsere Techniken, weist uns individuell auf unsere Fehler hin und erarbeitet mit uns Lösungen wie wir unsere Defizite ausgleichen können. Ich finde es absolut erstaunlich was innerhalb weniger Wochen möglich ist. Wie sich ein menschlicher Körper verändern kann. Es kommen Mitglieder, die anfangs nicht mal eine Kniebeuge konnten. Mittlerweile sind sie auf dem Weg richtige Athleten zu werden, was mein Herz bei jedem weiteren Trainingserfolg mehr aufgehen lässt. Ich bin dankbar ein Mitglied des Kaders zu sein und den Warrior-Style zu leben, ich möchte es nie mehr missen. Danke!